Regeln für das Fliegen einer FPV-Drohne in Deutschland

Zuletzt mit der amtlichen Quelle abgeglichen:

Informative Zusammenfassung, keine Rechtsberatung. Die Regeln veröffentlicht Luftfahrt-Bundesamt (LBA), und sie gehen dieser Zusammenfassung vor: Prüfe die verlinkte Quelle vor dem Flug. Behörde: Luftfahrt-Bundesamt (LBA)

Das Wichtigste

Betreiberregistrierung

Kompetenznachweis (A1/A3, A2)

Klassen C0-C4 und Eigenbau-Drohnen

FPV mit Brille

Flughöhe und Personen

Wo du fliegen darfst

Karte der Flugzonen und Spots ansehen

Versicherung (Pflicht)

Fernidentifizierung (Remote ID)

Häufige Fragen

Muss ich eine FPV-Drohne in Deutschland registrieren?
Ja, wenn sie mehr als 249 g wiegt oder eine Kamera hat. Die Betreiberregistrierung läuft nur über das Onlineformular des LBA, kostet 20,00 EUR für natürliche Personen und du bekommst eine e-ID, die an jeder Drohne anzubringen ist.

Brauche ich in Deutschland einen Drohnenführerschein (A1/A3)?
Für Drohnen ab 250 g in der offenen Kategorie ja. Das LBA bietet eine kostenlose Online-Schulung und eine Multiple-Choice-Prüfung mit 40 Fragen; Prüfung und Nachweis kosten 25,00 EUR, gültig 5 Jahre.

Darf ich in Deutschland allein mit FPV-Brille fliegen?
In der offenen Kategorie verlangt die EU-Regel Sichtkontakt ohne Hilfsmittel, außer im Follow-me-Modus oder mit einem Beobachter neben dir, der die Drohne mit bloßem Auge verfolgt; der Flug mit Brille stützt sich auf diesen Beobachter. Nur nach den Verbandsregeln von DMFV/MFSD ist FPV-Brille bis 30 m Flughöhe ohne Beobachter erlaubt.

Ist eine Drohnenversicherung in Deutschland Pflicht?
Ja. Eine Drohne ist ein Luftfahrzeug, und der Betreiber muss nach § 43 LuftVG eine Haftpflichtversicherung haben; die Bestätigung musst du bei jedem Flug mitführen, und Fliegen ohne Versicherung ist eine Ordnungswidrigkeit. Deine private Haftpflicht deckt es eventuell schon ab: frag deinen Versicherer.

Braucht eine selbst gebaute FPV-Drohne eine Klassenmarkierung?
Nein, und du darfst auch selbst keine anbringen. Unter 250 g mit höchstens 19 m/s fliegt sie in A1, unter 25 kg in A3. Das LBA führt Eigenbauten nur in A1 und A3; A2 setzt eine Drohne der Klasse C2 voraus.

Wo darf ich in Deutschland FPV fliegen?
Prüfe das offizielle dipul Map Tool, das auch die Modellfluggelände von DMFV/MFSD zeigt. Im Umkreis von 1.000 m um Flughäfen ist die offene Kategorie nicht erlaubt; über Wohngrundstücken braucht eine Drohne, die Bild oder Ton aufnehmen oder übertragen kann, in der Regel die Zustimmung des Eigentümers; und in Naturschutzgebieten brauchen Freizeitflüge in der Regel die Zustimmung der Naturschutzbehörde.

Ab welchem Alter darf ich in Deutschland Drohne fliegen?
16 Jahre; ab diesem Alter ist grundsätzlich auch die Registrierung als Betreiber möglich. Für Eigenbau-Drohnen bis 249 g entfällt das Mindestalter, und unter 16-Jährige dürfen unter direkter Aufsicht einer Person fliegen, die die Voraussetzungen erfüllt.

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