ExpressLRS 2.4 GHz vs 915 MHz

Sachlicher Vergleich von ExpressLRS 2.4 GHz und 915/868 MHz: Chip, Paketrate, Reichweite, Durchdringung und Legalität je nach Region.

ExpressLRS ist die meistgenutzte Open-Source-Funkstrecke im FPV. Sie arbeitet in zwei Frequenzfamilien: 2.4 GHz mit dem SX1280-Chip und Sub-GHz um 900 MHz mit dem SX1276-Chip. Das gewählte Band bestimmt die maximale Paketrate, die Reichweite, die Durchdringung von Hindernissen und vor allem, was in deiner Region legal ist.

Paketrate und Latenz

2.4 GHz erreicht bis zu 1000 Hz in den FLRC-Modi (F500 und F1000), mit 2 bis 3 ms Funklatenz. Genau das wollen Race und Freestyle, wo jede Millisekunde zählt. Sub-GHz endet bei 200 Hz, rund 5 ms, genug für ruhige lange Flüge, aber nicht für enges Racing. Mehr Hz bedeutet weniger Latenz, aber weniger Reichweite.

Reichweite und Durchdringung

Eine niedrigere Frequenz reicht weiter und durchdringt Bäume, Gebäude und Gelände besser. Deshalb ist Sub-GHz der Long-Range-Standard, mit zig Kilometern in Sichtlinie. 2.4 GHz bietet weniger Reichweite und schwächere Durchdringung, unwichtig auf kurze Distanz, aber entscheidend, wenn die Drohne hinter einem Hügel verschwindet. Die reale Reichweite hängt immer von Antenne, Leistung und Umgebung ab.

Legalität und Kompatibilität

Das Band ist nicht überall frei. 2.4 GHz ist ISM und wird fast weltweit legal genutzt. Im Sub-GHz ist 915 MHz in den USA und Teilen Asiens legal, aber in der EU illegal, wo das Long-Range-Band 868 MHz ist. 433 MHz ist experimentell. Praxisregel: RX und TX müssen dasselbe Band nutzen, ein 2.4-Empfänger spricht nicht mit einem 915-Sender.

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